Paderborn

Paderborn

August 2023

Tour 1

Tour 2

Mit den Falträdern in Paderborn

Urlaub in Paderborn?... Diese Frage wurde uns von mehreren Bekannten gestellt, als sie von unserem Kurztrip erfuhren. Wir hatten Paderborn 2014 als Startort für den Ems-Radweg kennen gelernt. Damals hatten uns die Paderquellen in der Stadt sehr beeindruckt. Zudem kannten wir bereits die Jugendherberge in einer alten Burg und Paderborn eignete sich auch gut, um von dort aus einen Freund im Sauerland zu besuchen.

Paderquellen

Park mit Paderquellen

So sollten uns fünf Tage und vier Übernachtungen genug Zeit geben um:

Der Transport war diesmal kein Problem. Die beiden Falträder passen gut in unseren Fiesta und es bleibt noch genug Platz für zwei Reisetaschen und weiteres Gepäck. In Paderborn angekommen bezogen wir unser Zimmer und stellten die Räder in der zur Jugendherberge gehörenden Fahrradgarage unter - und der Urlaub konnte beginnen!

Touren in und um Paderborn

Auf den Touristikseiten von Paderborn findet man verschiedene Empfehlungen für Radtouren. Von der Innenstadt ausgehend führen vier Touren wie ein Kleeblatt ins Paderborner Umland. Außerdem kann man auf den Rändern des Kleeblattes auch Paderborn komplett umrunden. Für unsere erste Tour haben wir Teile dieser Touren verwendet und sie mit der Strecke quer durch den Truppenübungsplatz Senne verbunden.

1. Tour: Schloss Neuhaus – Senne – Bad Lippspringe

Von der Jugendherberge ging es in nordwestliche Richtung zunächst durch die Paderauen. Hier hat die Pader , wahrscheinlich aufgrund der Nähe zur Quelle, noch eine eigentümlich türkise Färbung. Weil der Radweg an der Pader gerade saniert wurde, führte unser Weg über die Umleitung auch am Heinz-Nixdorf-Museumsforum vorbei, dessen Besuch für einen anderen Tag eingeplant war. Zurück an der Pader erreichten wir Schloss Neuhaus , das wir schon von unserer Tour zu den Emsquellen kannten.

Von Schloss Neuhaus ging es zunächst durch Sennelager und dann die Staumühler Straße entlang, die zwar an beiden Seiten von militärischem Sperrgebiet gesäumt, aber öffentlich zugänglich ist. Hier herrschte so wenig Verkehr, dass wir recht entspannt auf der Straße radeln konnten.

In Staumühle angekommen bogen wir nach rechts in die Alte Bielefelder Poststraße, die mitten durch das Sperrgebiet führt und nur zeitweise für den öffentlichen Verkehr freigegeben wird. Informationen hierzu finden sich auf der Internetseite der Britischen Standortverwaltung. Hier sollte man sich unbedingt vorher informieren, sonst kann es passieren dass man, anders als wir, vor einer verschlossenen Schranke steht. An der Zufahrt, erinnert ein Schild daran, dass man hier auf militärischem Übungsgelände unterwegs ist und die Straße auf keinen Fall verlassen sollte. Die Straße selbst ist gut zu befahren und führt schnurgerade durch das Sperrgebiet, lediglich ab und an muss man auf Autos achten, die den Weg als Abkürzung nutzen. Zufällig waren wir gerade zur Heideblüte unterwegs und solange man auf der Straße bleibt, kann man bedenkenlos Fotos machen.

Auf eine eigentümliche Sehenswürdigkeit trifft man an der Kreuzung mit der Paradestraße: die Winningmühle wurde nie als Mühle betrieben, sondern nur als Kulisse für militärische Übungen erbaut. Hier sollen bei ihren Besuchen schon sowohl der deutsche Kaiser als auch die englische Queen gestanden haben. Für uns ging es auf der ursprünglichen Straße noch ein gutes Stück weiter geradeaus, bis wir den Übungsplatz verließen und dann schon unmittelbar in Bad Lippspringe ankamen.

Unser Weg führte uns zunächst zur Lippequelle , die mit ihrem Wasserreichtum und dem blauen Quelltopf sehr sehenswert ist. Außer der Lippequelle befinden sich im oder in der Nähe der Parkanlage die Arminius Quelle , die Jordanquelle , und neben der alten Trinkhalle die Liboriusquelle, hinter der sich eine sehr schöne Kneippanlage befindet. Außerdem findet sich im Park auch der Anfang eines Planetenweges .

Nachdem wir Bad Lippspringe verlassen hatten zeigten die Wegweiser wie viel Touren hier entlang führen, wobei die Infotafel der Römer-Lippe Route zu einem über 400 km langen Fernradweg gehört. Zurück nach Paderborn ging es zum überwiegenden Teil bequem auf einer ehemaligen Bahntrasse .

Paderborner Westschleife

auf der Paderborner Westschleife


2. Tour: Paderborner Westschleife - PB4

Unsere zweite Tour war eine der vier Kleeblatt-Touren. Sie führt durch Felder und Wiesen westlich von Paderborn bis zum Lippesee . Von dort geht es dann Richtung Schloss Neuhaus und durch die Paderauen zurück zum Ausgangspunkt.

Die Tour führt ohne nennenswerte Steigungen über ruhige, asphaltierte Wirtschaftswege . Durch ein aufziehendes Gewitter getrieben, fehlte uns allerdings etwas die Muße die Tour zu genießen. Mit den ersten Regenschauern, aber vor einem echten Wolkenbruch, erreichten wir glücklich unsere Herberge in Paderborn.

Fazit:

Der Kurztrip nach Paderborn hat gezeigt, dass wir mit unseren Falträdern wie geplant Touren von 30 bis 40 km Länge gut bewältigen können. Bei der zweiten Tour haben wir die 34 Kilometer in etwas mehr als zwei Stunden zurückgelegt. Ein Tempo, das nahe an unsere normale Reisegeschwindigkeit heranreicht.

In den kleinen Packtaschen ließ sich alles nötige und vor allem die Regenkleidung griffbereit verstauen. Die Räder fahren sich durchaus bequem, auch wenn sie erwartungsgemäß nicht ganz so leicht rollen, wie unsere normalen Räder. Mit der 7-Gang Nabenschaltung gelangt man bei Steigungen natürlich auch an seine Grenzen. Unsere gewohnten 8-Gang Räder reichen dabei aber kaum weiter.

Zusammenfassend scheinen die Falträder (preislich sind sie mit unseren normalen Rädern vergleichbar) für uns eine lohnenswerte Investition zu sein.